10.11.26

Recht auf Kühlung? Hitzeschutz als Zukunftsfrage des Mietmarkts

Podiumsdiskussion

Zum Stück:

Mietmarkt
Koproduktion
Koproduktion

Dialog im Nestroyhof Hamakom

Deutsch

Beginn 21:45 Uhr

Die vergangenen Sommer haben deutlich gezeigt, wie sehr wir auf kühle, vor Hitze geschützte Wohn- und öffentliche Räume angewiesen sind. Hitze belastet Körper und Psyche, und sie trifft nicht alle gleich: Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Säuglinge und Kinder sowie Menschen mit chronischen oder psychischen Erkrankungen. Auch armutsgefährdete Personen sind überdurchschnittlich betroffen, da sie häufiger in mehrgeschossigen Wohnhäusern und dicht verbauten Bezirken leben. Steigende Mieten und Kürzungen im Sozialbereich verschärfen die Lage zusätzlich: Wer sich keine gut gedämmte Wohnung leisten kann oder gar sein Zuhause verliert, ist der Hitze besonders schutzlos ausgeliefert.

Während das Recht auf Heizung und damit auf Wärme im Mietrecht verankert ist, fehlt ein vergleichbarer Anspruch auf Schutz vor übermäßiger Hitze. Klimaanlagen können kurzfristig Abhilfe schaffen, sind aber weder nachhaltig noch sozial gerecht. 

Braucht es ein Recht auf Kühlung, und wie könnte es sozial gerecht umgesetzt werden? Wie wirken sich Kürzungen und steigende Mieten auf Wohnungslosigkeit in Wien aus? Wo steht Wien bei seinen Klimazielen im Bereich Wohnen, und was braucht es, um sie zu erreichen? Wie sieht klimafittes Bauen aus, und welche Lösungen gibt es bereits?

Darüber diskutieren Matthias Ratheiser (Meteorologe und Geschäftsführer von Weather Park), Barbara Stuparek-Müller (Projektleiterin der Beratungsstelle Obdach mobil) und Georg Prack (Klubobmann der Grünen, Sprecher für Wohnen).

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